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Presse
24.04.2018, 13:57 Uhr | Übersicht | Drucken
Am Limit: Feuerwehrleute sind ausgebrannt

Die Treuenbrietzener Kameraden benötigen dringend mehr Personal, modernere Technik und weniger Bürokratie. „Hier ist die Einsatzbereitschaft mitunter gefährdet“, alarmiert die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes.


Die zunehmende Zahl auch unnötiger Einsätze sowie die wachsenden Anforderungen für ihren ehrenamtlichen Dienst werden für die Feuerwehrleute der Stadt Treuenbrietzen immer mehr zur Belastung. Sie wünschen sich zudem dringend auch für die Ortswehren attraktivere Bedingungen, um für zwingend benötigte Neuzugänge und Nachwuchs interessant zu sein. „Wenn in einer alten Garage noch ein LO oder Barkas aus DDR-Zeiten parkt, ist das kein Ansporn für jemanden, der vielleicht gerne zur Feuerwehr kommen würde“, sagt Philip Schega, der Sprecher der Feuerwehr Treuenbrietzen, bei einem Gesprächsabend des CDU-Stadtverbandes. Einsatzbereitschaft gefährdet Gemeinsam mit dem Stadtverband Beelitz sowie den CDU-Amtsverbänden Niemegk und Brück war Björn Lakenmacher, innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, eingeladen, um die mannigfaltigen Probleme mit der Feuerwehrbasis zu diskutieren. „Hier ist die Einsatzbereitschaft mitunter gefährdet“, sagt Anja Schmollack, die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Treuenbrietzen. Sie ist selbst als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr gerade in der Ausbildung zur Truppfrau. So wie in Berlin, wo auch Berufsfeuerwehrleute ihren Protest für mehr Personal, bessere Ausstattung und faire Löhne nun auf der Straße ausgetragen haben, lodere es seit langem auch in den überwiegend freiwilligen Feuerwehren Brandenburgs. Immer mehr Lasten auferlegt „Auch hier stellen sich die Kommunen mit ihren Ortswehren großen Herausforderungen und Problemen“, so Schmollack. „Es mangelt nicht nur an ehrenamtlichen Rettern, ihnen werden auch immer mehr Lasten auferlegt“, sagt die CDU-Ortschefin. Das bestätigt Feuerwehrmann Carsten Herrmann. Er sieht allein im Kreisgebiet Potsdam-Mittelmarks „vor allem auch große Unterschiede, was die Ausrüstung angeht – je nach der Finanzsituation der einzelnen Ämter und Städte“. Mit einem Aktionstag warb die Feuerwehr Treuenbrietzen um Nachwuchs und Neuzugänge, um einsatzbereit zu bleiben Mit einem Aktionstag warb die Feuerwehr Treuenbrietzen um Nachwuchs und Neuzugänge, um einsatzbereit zu bleiben. Quelle: Christin Iffert Hier müsse eine ausgleichende Finanzierung geregelt werden. Wenig Verständnis haben die Treuenbrietzener Kameraden daher dafür, „wenn derzeit andernorts über schickte Designer-Ausgehuniformen debattiert wird, wenn woanders die alte Einsatzkleidung noch an Körperverletzung grenzt“, sagt Carsten Herrmann. Kommunen beim Brandschutz am Limit Wenn klamme Kommunen als Träger des Brandschutzes diese Aufgabe „nur am Limit erfüllen können, darf das Land nicht länger die Augen verschließen und die Kommunen mit dieser Aufgabe allein lassen“, fordert Schmollack. Björn Lakenmacher geht davon, dass sich an dieser Zuständigkeit nichts ändern werde und das Geld vom Land weiter über das Kommunale Investitionsprogramm an die Kreisbrandmeister vergeben werde, die Prioritäten setzen müssen. „Das Verfahren ist jedoch zu bürokratisch, wenn es immer noch diverse Gerätehäuser gibt, die seit 20 Jahre nicht mehr der DIN entsprechen“, so der Landtagsabgeordnete. Lösungen liefern solle nun der Landesfeuerwehrverband, „weil das Innenministerium angesichts des Rückgangs von jährlich drei bis vier Prozent an Kameraden derzeit ratlos ist“, so Lakenmacher. Holger Meyer von der Ortswehr Rietz verweist angesichts des demografischen Wandels auf das Problem der weiter sinkenden Tagesbereitschaft. „Meist sind auf dem Dorf höchstens zwei Leute verfügbar im Altersschnitt über 50 Jahre. In der Stadt seien es immerhin bis zu zehn Leute im Schnitt. Aktionstag brachte Zuwachs „Dringend benötigt werden neue Kräfte im Alter zwischen 16 und 60 Jahren“, erzählt Jugendwart Matthias Wricke. Ein Aktionstag im September habe immerhin neun Neuzugänge für die Treuenbrietzener Wehr gebracht. Nachgedacht werden müsse auch über die Altersgrenze von 65 Jahre für Einsatzkräfte. „Wer will und noch gesundheitlich fit ist, sollte dabei bleiben dürfen“, sagt Holger Meyer. Geforderte sind Akteure in Spezialeinheiten auch über die Stadtgrenze hinaus Geforderte sind Akteure in Spezialeinheiten auch über die Stadtgrenze hinaus. Quelle: FFW Treuenbrietzen In der Kritik der Treuenbrietzener Wehr steht auch der Mechanismus zur Alarmierung durch die zentrale Rettungsleitstelle für die Region in Brandenburg an der Havel. „Nicht jede Türnotöffnung und nicht jede Ölspur nach einem Unfall ist wirklich ein Fall für die Feuerwehr sondern für Schlüsselservice und Abschleppdienst“, sagt Meyer: „Die Leute sind so schon so ausgebrannt“. Denn neben den Einsätzen gehe viel Zeit auch für die Grundsausbildung und das Training an der immer umfangreicherer Technik vom Privatleben ab. „Dabei erledigen wir Aufgaben wie die Berufsfeuerwehren und sind wachsenden Gefahren ausgesetzt“, sagt Philip Schega. Das zeige auch die steigende Zahl von Einsätzen im Rahmen der Gefahrstoffeinheit des Kreises.

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