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05.07.2017, 13:10 Uhr | www.lr-online.de/ Benjamin Lassiwe Übersicht | Drucken
Lausitz spitze bei Fahrraddiebstahl

Wer in der Prignitz oder der Uckermark lebt, muss sich weniger Sorgen um den Drahtesel machen. Beim Fahrraddiebstahl ist die Lausitz weiter unrühmliche Spitze.

Wie aus einer Antwort des Potsdamer Innenministeriums auf eine "Kleine Anfrage" des CDU-Landtagsabgeordneten Björn Lakenmacher hervorgeht, wurden allein in Forst im vergangenen Jahr 633 Fahrräder gestohlen. Welch hoher Wert das ist, wird deutlich, wenn man die sogenannte "Häufigkeitszahl" betrachtet: Sie bezeichnet die Zahl der Straftaten auf 100 000 Einwohner. Der Landesdurchschnitt liegt hier bei 576. Forst kommt auf einen Wert von 3372. Kein anderer Ort in Brandenburg erreichte im Jahr 2016 dieses Niveau. Und die Quote der aufgeklärten Fahrraddiebstähle betrug in Forst 2016 jämmerliche 5,2 Prozent – damit liegt die Rosenstadt auch hier deutlich unter dem Landesdurchschnitt, der bei Fahrraddiebstählen 11,8 Prozent beträgt. Weniger dramatisch, aber immer noch deutlich schlechter als im Landesdurchschnitt, stellt sich die Situation in Cottbus und Guben dar: In Cottbus wurden zwar 1508 Diebstähle begangen, die rund 800 000 Euro Schaden anrichteten. Umgerechnet auf 100 000 Einwohner waren es aber nur 1513 Fälle – halb so viele wie in Forst. Und Guben lag mit 251 Fahrraddiebstählen bei einer Häufigkeitszahl von 1425. In der Prignitz und der Uckermark sind Fahrraddiebstähle dagegen fast schon ein unbekanntes Phänomen. Im gesamten Landkreis Prignitz gab es 2016 nur 208 Fälle, was hochgerechnet auf 100 000 Einwohner einer Häufigkeitszahl von 268 entspricht. Wer mit seinem Fahrrad auf dem Elbe-Radweg unterwegs ist, kann also nachts im Zelt ruhig schlafen. Und im Landkreis Uckermark führten 475 Fälle zu einer Häufigkeitszahl von 393, wobei allein 234 Fälle in der Stadt Schwedt begangen wurden, die als einziger uckermärkischer Ort über dem landesweiten Durchschnittswert liegt. Das Ministerium erklärte in der Antwort auf die "Kleine Anfrage" allerdings trotz der teils exorbitanten Werte: "Der Diebstahl von Fahrrädern stellt im Land Brandenburg keinen Hauptschwerpunkt der Kriminalitätsbekämpfung dar." Mit polnischen Beamten tausche man sich über Erkenntnisse aus. Im Übrigen würden die Bürger auf Möglichkeiten des Eigenschutzes aufmerksam gemacht, etwa durch die Verwendung stabiler Fahrradschlösser oder Codierungen von Rädern. Björn Lakenmacher reicht das nicht. Der CDU-Landtagsabgeordnete fordert die Landesregierung explizit auf, die Fahrraddiebstähle zu einem Schwerpunkt der Kriminalitätsbekämpfung zu machen. "Fahrraddiebstahl wird im Land Brandenburg vor allem durch gut organisierte, grenzüberschreitend agierende Tätergruppierungen begangen", sagte Lakenmacher der RUNDSCHAU. Gegen solche professionellen Diebesbanden, meist aus Osteuropa, würden keine Fahrradcodierungen als Mittel der Abschreckung helfen. "Nur eine konsequente Strafverfolgung wird diesen Diebesbanden das Handwerk legen und den organisierten Fahrraddiebstahl wirksam bekämpfen", sagte der CDU-Politiker. "Jeder festgenommene und auf frischer Tat ertappte Fahraddieb hat um ein Vielfaches höheren Präventionseffekt als ein codiertes Fahrrad."


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